Das sternstehlende Mädchen

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vogel
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Das sternstehlende Mädchen

Beitragvon vogel » 03.03.2008, 16:02

Im Moment schreibe ich sehr, sehr kurze Texte. Viele beginnen mit "Eines Nachts".. Ich mag den Titel :-)



Das sternstehlende Mädchen

Eines Nachts funkelten die Sterne durch das Fenster hinein. Sie blendeten mich als ich erwachte. Ich sah sie lange an.
Neben mir hörte ich deinen ruhigen Atmen. Dein Arm lag um meine Hüften und streichelte mich sanft. Mehr als ein Murmeln konnte ich nicht verstehen.
Vorsichtig stand ich auf und ging zum Fenster. Die Sterne glitzerten mich an und ich streckte die Hand aus. Kleine zierliche Glasperlen holte ich vom Himmel. Ich kroch zu dir ins Bett und schloss die Augen.
Als ich am nächsten Morgen erwachte, schautest du mich voller Verwunderung an. Wie Sternenstaub, mehr kam dir nicht über deine lächelnden Lippen. Wie ein zarter Engel voller Sternenstaub. Und du strichst mir durch das Haar.
Mein Ich ist ein Pfogel aus Metall, doch Du hast ihn berührt und beschützt.

[) i r k
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Re: Das sternstehlende Mädchen

Beitragvon [) i r k » 03.03.2008, 20:32

Hallo Frau Vogel,

ich stochere mal ganz spontan im Blauen:

In dem Text passiert mir zu wenig. Er wirkt wie eine Mischung aus Märchen und Liebesgedicht, was mich beim ersten Lesen nicht so direkt angesprochen hat.

Etwas scheint mir hier zu fehlen: ein Spannungsbogen, ein Widerspruch, eine Gefahr, eine Frage - keine Ahnung, was! Der Text ist mir einfach zu einvernehmend und harmonisch. Da passiert einfach nichts, außer dem symbolischen Glück, das vom Himmel gepflückt wird.

Übrigens finde ich es sehr schwer, das "Glück" insbesondere das "Liebesglück" in Worte zu fassen, ohne in Trivialitäten...
Wie ein zarter Engel voller Sternenstaub.

...abzurutschen, die nur für zwei Menschen glänzen, während sie für alle anderen glittern und flittern und funkelnd verschunkeln.

Ich lese das und denke: Sie ist zu verliebt! :-)

Speckschwartige Grüße, :-D
[) i r k
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vogel
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Re: Das sternstehlende Mädchen

Beitragvon vogel » 04.03.2008, 01:39

*räusper... Nun ja, das habe ich auch schon gedacht. Aber ich bin nun mal zu verliebt und ertrinke heute in Schmalz und Schmacht...
Ich gelobe Besserung..
Und werde daher mal nichts mehr zu dem anderen Gedicht sagen.. Wir wollen es ja nicht länger als nötig oben in der "neue Themen"-Liste lassen ;D

Aber es ist doch so schön schmalzig... *letz--märchen--letz..
:-D
Mein Ich ist ein Pfogel aus Metall, doch Du hast ihn berührt und beschützt.

Patina
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Re: Das sternstehlende Mädchen

Beitragvon Patina » 04.03.2008, 21:29

warte nur darauf, bis du die kanten und die ecken erlebst. dann schreibst du wieder was neues.... :-)

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Re: Das sternstehlende Mädchen

Beitragvon vogel » 05.03.2008, 10:19

warte nur darauf, bis du die kanten und die ecken erlebst.

na hoffentlich hat der mann sowas :-D Sonst muss ich euch noch monatelang mit Schnulz und Schmacht quälen.
Aber ich muss wirklich gestehen, dass ich den Text sehr mag. Das wird sich bestimmt bald änedern, wenn ich dann endlich diesen abgrundtiefen Schmacht nicht mehr mag.. Aber jetzt mag ich ihn.

Ihr lest bestimmt auch wieder besseres - i hope so...


Trotzdem danke fürs Lesen. Und für die Ehrlichkeit!

:-)
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Re: Das sternstehlende Mädchen

Beitragvon Jack Swallow » 08.03.2008, 01:16

Wäre ich verliebt, würde es mir gefallen...
Bin's aber gerade nicht und deshalb...mhm...
gefällt es mir doch irgendwie... :-D
"Dem schauenden Auge das Wort lassen" (Edmund Husserl)


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