Der Beichter
(Aus: ATROCITAT die Stadt des Tormentors)
Die Glasmalereien auf den hohen Fenstern links und rechts des Opfersteines erinnern mich ein wenig an die exquisiten gläsernen Lampenschirme des Künstlers Fernando Sepultura. Sie werfen schemenhaft zarte Farbflecke auf die mächtigen weißen Säulen links und rechts der schweren Holztüren, die zu den Räumen der Peccatorien führen.
Der Dom erhebt sich im vordersten Bereich bis in eine Höhe von gewiss nicht weniger als fünfzig Metern. Die erdrückende Luftigkeit über mir lässt mich an die Architekten und Baumeister des 14. Jahrhunderts denken, die sich hier mit ihren - für die damalige Zeit - beispiellosen statischen Glanzleistungen verewigt haben.
Bis auf ein leises Wimmern, das aus dem linken Peccatorium ertönt, ist es still im Haus des finsteren Verführers. Ich gehe davon aus, dass es eine Engelin ist, die man hinter den, mit grauenvollen, allegorischen Schnitzereien verzierten, schwarzen Türen gerade foltert. Der Gedanke und die damit verbundene Vorstellung fleuchen mit fiebriger Wärme hirnabwärts in meine Lenden. Die Imagination der von Gertenhieben geröteten, teilweise aufgeplatzten, zarten Haut eines dieser feinen Wesen sendet heiße Hungerfinger durch mein kaltes Befinden.
Ich verharre und lausche dem fernen Jammern. Es ist verklungen. Mag sein, die Peiniger bereiten sich nun auf die Vergewaltigung vor. Ich setze mich auf die eiskalte Steinbank der ersten Reihe nächst dem Peccatorium und schließe die Augen. Die Stille verrät mir den Beginn der Vorbereitung von Vagina und Rektum des Engels zur simultanen Penetration. Dabei reinigen die Violonteure erst die Scheide von den Blutungen, welche die scharfen Stahlbürsten im Rahmen der preliminären Folterungen in der Scheide auslösen. Danach werden das Rektum und der Mastdarm von den Fäkalresten befreit, die diese - hervorgerufen durch die Schmerzen stundenlanger Folterungen - gefüllt haben. Eine Emulsion aus feinem Lindenblüten-Öl und saurem Limon sorgt für ein schnelles Verengen der Scheide und bereitet beide Körperöffnungen für die brutale Penetration vor.
Die Engelin wird für diese Prozedur auf dem Kreuzigungsstuhl festgeschnallt. Ihre zarten Handflächen werden mit spitzen und scharf geschnittenen Edelstahlgewinden an den beiden Enden des sandelhölzernen Querstrebers fixiert, mit Stahlscheiben versehen und Kopfvätern verschraubt. Dass das in diesem Moment geschieht, verkünden mir die lang gezogenen schrillen Schreie des Engels. Die wenige Minuten später eintretende Stille ist die Folge der Administration schmerzstillender Injektionen in die Unterarme der gepeinigten Schönen. Die Betäubung hält für die Dauer der Perforation an und wird nach Belieben verlängert. Die Violonteure verwenden bei diesem Akt starke erektionsverlängernde Drogen. Wissende und Akteure berichten von dutzenden, spermalosen Ejakulationen während der - sich manchmal über Stunden erstreckenden – Perforation der Opfer.
Ein hohes Stöhnen zeugt vom Eindringen der Violonteure in die Körperöffnungen der Engelin. Das Stöhnen wird rhythmischer mit den harten Stößen der Quäler. Bald darauf ist der gurgelnde Schrei einer Männerstimme zu vernehmen. Der erste Orgasmus von einem der beiden Violonteure. Sie werden erst dann von ihrem Opfer lassen, wenn ihre Erschöpfung die synthetische Energie der Drogen übersteigt. Mag sein, dass die Engelin noch heute ihr fragiles Leben aushaucht.
Ich erhebe mich und versuche die in mir brodelnde Erregung zu verscheuchen. Meine Schritte straucheln mit meinem Körper über den schwarzen Metallboden, vorbei am Opferstein. Vor den drei Kabinen der Seelen-Voyeure komme ich schwankend zum Stillstand. Ich kann mein Sinnen noch nicht vom Akt der finstersten Gewalt tödlicher Erotik lösen, die wenige Meter von mir in einem der beiden grausigen Peccatorien stattfindet. Vieles von meinem Materiellen würde ich der Custodia übereignen, um für 360 Tage in den unsagbaren Genuss einer der begehrten Lizenzas de Tortura zu kommen. Auf den Wartelisten stehen tausende von Namen der reichsten Bürger und Bürgerinnen dieser Stadt. Die männlichen Engel werden sadistischen Lizensörinnen und Urningen zu gleichen Teilen überlassen. Man munkelt, dass die Grausamkeiten der Frauen jene der Männer bei weitem übertreffen.
Am hölzernen Giebel-Kapitell der mittleren Kabine leuchten ein oranges und ein violettes Licht. Der Seelen-Voyeur ist bereit. Die beiden anderen Kabinen sind in schwarze Finsterheit gehüllt. Sie sind demnach unbesetzt. Der Knauf an der Türe schimmert mir mit winziger böser Fratze metallen entgegen. Ich habe einen wesentlichen Teil meiner Balance wieder und öffne die getäfelte schwarze Türe. Beim Eintreten muss ich mich bücken, denn die Türe ist derart nieder, dass jeder – auch Beichter von kleinerem Wuchs - den winzigen Raum in gebückter Haltung betreten müssen. Unzucht und Böses muss sich hier gezwungenermaßen verbeugen.
Atrocitat ist nicht nur eine Metropole der Lizenseure. Es gibt Monopole, Duopole, Oligopole und staatliche Exclusivas. Lizenzen gibt es jedoch für alles und jedes, das mit den persönlichen Bedürfnissen des Adels und der Bürger dieser Stadt zu tun hat. Um ein Seelen-Voyeur zu werden genügt es allerdings, einen der vielen Fernkurse der Custodia de Atroc zu buchen. Die initialen Kosten sind erträglich und die schriftliche Prüfung schwindelerregend einfach. Eben ein reiner Schwindel. Ist man jedoch von der einmal jährlich stattfindenden Lotterie als einer der Wenigen gezogen, muss man eine nicht unbeträchtliche Lizenzgebühr bezahlen. Sie entspricht etwa dem gesamten Unterhalt einer Lebensperiode für eine vierköpfige Familie von Unwesentlichen. Trotz der niederen Bürger-Kaste eine beträchtliche Summe. Ein Ablehnen der Lizenz wäre mit einer fünfjährigen Verbannung aus der Stadt geahndet. Mir ist bis heute keine bekannt.
Die zusätzliche Lizenz eines Ablassers, des so genannten Remisiónares, ist dagegen nur für wenige erschwinglich. Sünden zu vergeben ist ein interessanter und sehr einträglicher Beruf. Eine Stadt wie Atrocitat, in der es von Mördern, Vergewaltigern und jeglicher Art von Kriminellen nur so wimmelt, ist ein goldenes Pflaster für jene großherzigen und giermütigen Notare des „Finsteren Verführers“, wie man sie in gehobenen Kreisen unserer Stadt ironisch nennt. Zurzeit gibt es nur einen in Atrocitat. Er sitzt – schemenhaft verdeckt durch eine fein ziselierte Jalousie – 20 Zentimeter von mir entfernt.
Es ist ein Mord, den ich zu gestehen habe, und ich erwarte Verzeihung und schnelle Absolution. Er wird einen Wechsel – gezogen auf die Banco Central de Atrocitat - dafür verlangen und annehmen. Jedoch erst nach der momentanen Löschung meiner Sünde aus dem Kataster des „Dunklen Verführers“. Dies ist die Regel und damit das Ironische am Beruf des Remisiónares. Es ist sein Risiko, einem Mörder - ohne dessen Gesicht zu kennen - zu verzeihen und vielleicht mit einem ungedeckten Wechsel am Bankschalter zu erscheinen. In diesem Falle ist der Remisiónare gezwungen, den gleichen Betrag innerhalb einer Frist von 30 Tagen an der Kasse der Custodia zu hinterlegen. Danach beginnt die Jagd auf den Betrüger, der nun nicht mehr wegen Mordes verfolgt werden kann. Dieser wurde ihm verziehen und vergeben. Der Remisiónare engagiert zu diesem Zwecke mindestens drei Jäger, so genannte Cazadores, die selbst wegen vergebener Morde und offener Ablasszahlungen in seiner Schuld stehen.
Der Remisiónare hat seinen Kopf ganz nahe an die Sandelholz-Jalousie gelehnt und lauscht den wenigen Worten, mit welchen ich das Geständnis in sein Ohr flüstere.
„Du hast Entsetzliches verübt, Sohn des Finsteren. In Seinem Eogzentro sei dir hiermit jedoch vergeben.“
Noch während dieser beinahe gekeuchten Worte versucht er sich zu erheben und die Kabine zu verlassen. Die schnelle und präzise Stoßbewegung meiner Hand, die das erste lange Stiletto zwischen den Jalousien durch seinen Hals treibt, hindert ihn jedoch daran. Ich vernehme sein gurgelndes Grunzen während ich das zweite Stiletto kraftvoll und gezielt mit einem Faustschlag durch den Schläfenknochen in sein saftiges Zerebrum stoße. Nur das zarte Knirschen der Schläfenwand war zu hören. Ich verlasse den Gestorbenen mit einem lautlosen Betfluch auf den Lippen.
Wie ironisch, es gibt nun keinen Remisiónare mehr in Atrocitat, der mir diesen Mord vergeben könnte. Jeder der 665 Vorherigen hatte mir den Mord des Vorherigen vergeben. Mein Gewissen stundet meiner wunden Seele keine unvergeben Sünde.
Der Beichter
Der Beichter
Ich der ich weiß, nichts zu wissen, weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates)
Re: Der Beichter
hallo ralf,
du bist bemüht, alles so genau wie möglich zu beschreiben, und das wirkt mitunter umständlich. ich achte deshalb beim lesen nicht so sehr auf den inhalt, sondern die umschreibung.
manchmal relativierst du.
"erinnern mich ein wenig"
warum nicht nur "erinnern mich"?
dann so etwas wie das "leise wimmern". kann man auch laut wimmern?
ich empfehle weniger adjektive, dafür präzisere.
was eine "erdrückende luftigkeit" sein soll, ist mir nicht ganz klar.
wenn du den text also eindampfst auf 80 prozent, könnte er flüssig lesbar sein und der inhalt käme deutlicher heraus.
lg
tolya
du bist bemüht, alles so genau wie möglich zu beschreiben, und das wirkt mitunter umständlich. ich achte deshalb beim lesen nicht so sehr auf den inhalt, sondern die umschreibung.
manchmal relativierst du.
"erinnern mich ein wenig"
warum nicht nur "erinnern mich"?
dann so etwas wie das "leise wimmern". kann man auch laut wimmern?
ich empfehle weniger adjektive, dafür präzisere.
was eine "erdrückende luftigkeit" sein soll, ist mir nicht ganz klar.
wenn du den text also eindampfst auf 80 prozent, könnte er flüssig lesbar sein und der inhalt käme deutlicher heraus.
lg
tolya
Re: Der Beichter
danke erst mal fürs lesen. ich denke, das ein wimmern auch ein lauteren ton haben kann. nur flüstern kann man nicht LEISE, obschon man das immer liest.
deinstens
deinstens
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Re: Der Beichter
Synonyme:
beklagen, heulen, jammern, jammern, klagen, knatschen, lamentieren, quäken, schluchzen, stöhnen, wehklagen, winseln
ist Synonym von:
grämen,jaulen, klagen, knatschen, lamentieren, quengeln, trauern, weinen,
all dies kann man laut und leise...oder denkst du nicht?
beklagen, heulen, jammern, jammern, klagen, knatschen, lamentieren, quäken, schluchzen, stöhnen, wehklagen, winseln
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grämen,jaulen, klagen, knatschen, lamentieren, quengeln, trauern, weinen,
all dies kann man laut und leise...oder denkst du nicht?
Ich der ich weiß, nichts zu wissen, weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates)
Re: Der Beichter
aber flüstern bester Ralf, flüstern kann man nicht laut, sonst ist es kein flüstern mehr sondern ein schreien.
geh mal in eine bank und flüster, das ist ein überfall. kein mensch wird begreifen
was du willst, aber wenn du schreist versteht es jeder, dann ist es aber kein flüstern mehr
geh mal in eine bank und flüster, das ist ein überfall. kein mensch wird begreifen
was du willst, aber wenn du schreist versteht es jeder, dann ist es aber kein flüstern mehr
Wenn jemand auf der Stelle tritt und tut dabei niemanden weh, das ist ein schlechter Dichter
Re: Der Beichter
Die Stille verrät mir den Beginn der Vorbereitung von Vagina und Rektum des Engels zur simultanen Penetration
also Ralf, das musst Du mir mal erklären,
gesund klingt das jedenfalls nicht und
das man während der Folter wimmert, ich
weiß nicht, von uns ist hoffentlich
noch niemand gefolter worden, außer mit
größenwahnsinnigen dichtern und schlechten
texten und da wimmert es ab und zu schon
in einem, aber das überlebt man ja und
ist nicht zu vergleichen mit folter,
was ist das für eine folter wo man "nur" wimmert.
Ich kann mir keinen Menschen vorstellen der bei einer Folter nicht schreien würde, denn das sind schmerzen die einen da bereitet werden, die ein wimmern unmöglich machen, kann ich mir jedenfalls vorstellen.
Ich habe einen Bekannten den hat die Folter das Bein gekostet, sicherlich hat der nicht gewimmert.
Aber schön finde ich es dass du so feine Namen erfindest wie Fernando Sepultura
also Ralf, das musst Du mir mal erklären,
gesund klingt das jedenfalls nicht und
das man während der Folter wimmert, ich
weiß nicht, von uns ist hoffentlich
noch niemand gefolter worden, außer mit
größenwahnsinnigen dichtern und schlechten
texten und da wimmert es ab und zu schon
in einem, aber das überlebt man ja und
ist nicht zu vergleichen mit folter,
was ist das für eine folter wo man "nur" wimmert.
Ich kann mir keinen Menschen vorstellen der bei einer Folter nicht schreien würde, denn das sind schmerzen die einen da bereitet werden, die ein wimmern unmöglich machen, kann ich mir jedenfalls vorstellen.
Ich habe einen Bekannten den hat die Folter das Bein gekostet, sicherlich hat der nicht gewimmert.
Aber schön finde ich es dass du so feine Namen erfindest wie Fernando Sepultura
Wenn jemand auf der Stelle tritt und tut dabei niemanden weh, das ist ein schlechter Dichter
Re: Der Beichter
liebes HL ich meinte FLÜSTERN ist an sich schon leises sprechen. also etwazu schreiben sie/er "flüsterte leise" wäre ein doppelmoppel...hm?
Ich der ich weiß, nichts zu wissen, weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates)
Re: Der Beichter
Ich habe einen Bekannten den hat die Folter das Bein gekostet, sicherlich hat der nicht gewimmert.
Aber schön finde ich es dass du so feine Namen erfindest wie Fernando Sepultura
nun in der parallell-dimension in welcher der planeten ATROC mit der stadt ATROCITAT lokalisiert ist, gibt es u.a. engel und engelinnen, Narren und ihre Kinder, Klare und andere humane. die ersteren/zweiteren - so zumindest suggeriert mir mein sublimo - wimmern (zeitweise)eben "nur". bei einer folter. aber über die details der foltern habe ich in diesem text nur andeutungsweise etwas erzählt. also hab ein bisschen geduld mit dem alten ralfchen.
deinstens
Ich der ich weiß, nichts zu wissen, weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates)
Re: Der Beichter
wie kommst Du überhauptaufs flüstern, das steht ja weder in Deinem Text noch hat es irgendwer außer Du und dann ich und ich
ja nur weil Du es erwähnt hast?
Wenn jemand auf der Stelle tritt und tut dabei niemanden weh, das ist ein schlechter Dichter
Re: Der Beichter
okay, dann nochmal eine lektion in tolyas stilschule, wenns erlaubt ist
Atrocitat ist nicht nur eine Metropole der Lizenseure. Es gibt Monopole, Duopole, Oligopole und staatliche Exclusivas. Lizenzen gibt es jedoch für alles und jedes, das mit den persönlichen Bedürfnissen des Adels und der Bürger dieser Stadt zu tun hat.
Um ein Seelen-Voyeur zu werden genügt es allerdings, einen der vielen Fernkurse der Custodia de Atroc zu buchen. Die initialen Kosten sind erträglich und die schriftliche Prüfung schwindelerregend einfach. Eben ein reiner Schwindel. Ist man jedoch von der einmal jährlich stattfindenden Lotterie als einer der Wenigen gezogen, muss man eine nicht unbeträchtliche Lizenzgebühr bezahlen. Sie entspricht etwa dem gesamten Unterhalt einer Lebensperiode für eine vierköpfige Familie von Unwesentlichen. Trotz der niederen Bürger-Kaste eine beträchtliche Summe. Ein Ablehnen der Lizenz wäre mit einer fünfjährigen Verbannung aus der Stadt geahndet. Mir ist bis heute keine bekannt.
die fett-highlightungen sprechen hoffentlich für sich ... oder muss ich jedes detail erklären? hier im forum gibts leider keine korrekturmöglichkeit wie auf einem weißen blatt papier, das man 'beschmieren' darf mit seinen hinweisen ...
achja, wimmern kann man also in allen lautstärken? wusste ich nicht.
(als glaukos erfuhr, dass man in allen lautstärken wimmern kann, wimmerte er so laut, wie noch nie ein mensch auf erden gewimmert hat, so laut, dass selbst der liebe herrgott sich die ohren zuhalten musste, doch, so sehr sich dieser auch anstrengte, gegen dieses infernalische wimmern konnte selbst gott seine ohren nicht abschließen, und ihm blieb keine andere wahl, als den wimmernden dort unten ... auszustellen.)
Atrocitat ist nicht nur eine Metropole der Lizenseure. Es gibt Monopole, Duopole, Oligopole und staatliche Exclusivas. Lizenzen gibt es jedoch für alles und jedes, das mit den persönlichen Bedürfnissen des Adels und der Bürger dieser Stadt zu tun hat.
Um ein Seelen-Voyeur zu werden genügt es allerdings, einen der vielen Fernkurse der Custodia de Atroc zu buchen. Die initialen Kosten sind erträglich und die schriftliche Prüfung schwindelerregend einfach. Eben ein reiner Schwindel. Ist man jedoch von der einmal jährlich stattfindenden Lotterie als einer der Wenigen gezogen, muss man eine nicht unbeträchtliche Lizenzgebühr bezahlen. Sie entspricht etwa dem gesamten Unterhalt einer Lebensperiode für eine vierköpfige Familie von Unwesentlichen. Trotz der niederen Bürger-Kaste eine beträchtliche Summe. Ein Ablehnen der Lizenz wäre mit einer fünfjährigen Verbannung aus der Stadt geahndet. Mir ist bis heute keine bekannt.
die fett-highlightungen sprechen hoffentlich für sich ... oder muss ich jedes detail erklären? hier im forum gibts leider keine korrekturmöglichkeit wie auf einem weißen blatt papier, das man 'beschmieren' darf mit seinen hinweisen ...
achja, wimmern kann man also in allen lautstärken? wusste ich nicht.
(als glaukos erfuhr, dass man in allen lautstärken wimmern kann, wimmerte er so laut, wie noch nie ein mensch auf erden gewimmert hat, so laut, dass selbst der liebe herrgott sich die ohren zuhalten musste, doch, so sehr sich dieser auch anstrengte, gegen dieses infernalische wimmern konnte selbst gott seine ohren nicht abschließen, und ihm blieb keine andere wahl, als den wimmernden dort unten ... auszustellen.)
Re: Der Beichter
Na ja wimmern kann man wirklich laut, unglaublich laut sogar
Wenn jemand auf der Stelle tritt und tut dabei niemanden weh, das ist ein schlechter Dichter
Re: Der Beichter
okay, dann nochmal eine lektion in tolyas stilschule, wenns erlaubt ist![]()
dass selbst der liebe herrgott sich die ohren zuhalten musste, doch, so sehr sich dieser auch anstrengte, gegen dieses infernalische wimmern konnte selbst gott seine ohren nicht abschließen, und ihm blieb keine andere wahl, als den wimmernden dort unten ... auszustellen.)
danke für deine stil-empfehlungen, werde die mit nachdenken überzuckern. hm - wusste gar nicht dass es einen gott gibt -mit ohren noch dazu - aber die humanen sind ein haufen wimmernder.
Ich der ich weiß, nichts zu wissen, weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates)
Re: Der Beichter
hm - der text wurde von einer top germanistin gelesen und auf alles was die gramm und RS betrifft überprüft und korrigiert, weil ich - das alte ralfelchen - bin ein wackeliger legastheniker und autistisch noch dazu. bin ein spontane-writer der mit der sublimousine tief drin herumkutschiert. also habt bitte mit einem alten menschen ein bisschen geduld ihr lieben wesen in dieser urkomischen dimension.
Ich der ich weiß, nichts zu wissen, weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates)
Re: Der Beichter
ich habe noch nie jemand laut wimmern hören, aber man lernt nie aus über die bedeutung der worte.
(auch bei den worten regiert die demokratie: beschließt die mehrheit, ab heute bedeute das wimmern soviel wie 'freuen', dann wärs halt in zukunft so
ralf,
ich würde ja gern was zu dem inhalt sagen, aber wenn ich ständig über solche ungenauigkeiten in der sprache stolpere, kann ich mich nicht mehr auf den sinn konzentrieren. sollen die anderen was sinnstiftendes dazu schreiben
(auch bei den worten regiert die demokratie: beschließt die mehrheit, ab heute bedeute das wimmern soviel wie 'freuen', dann wärs halt in zukunft so
ralf,
ich würde ja gern was zu dem inhalt sagen, aber wenn ich ständig über solche ungenauigkeiten in der sprache stolpere, kann ich mich nicht mehr auf den sinn konzentrieren. sollen die anderen was sinnstiftendes dazu schreiben
Re: Der Beichter
ich hab viel geduld ... aber ich bin manchmal auch direkt mit der kritik. ich kritisiere aber nur, wenn ich glaube, dass es sich lohnt. also ist meine kritik immer auch ein kompliment (was du natürlich nicht wissen kannst).
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