Die Zeit der Epiphanie
Verfasst: 19.10.2008, 20:06
Man sagt ein einzelner Dichter hätte die Euphorie ausgelöst.
Die Menschen wankten wie verstrahlte Tschernobyl-Rinder durch die Gegend. Ein Leuchten hing über ihren Hirnen, als ob sie eine Grubenlampe vor sich hertrügen. Sie kippten Heroin in den Tee. Ritzten ihre Füsse. Brannten mit ihren Zigaretten Löcher in Autoreifen. Schütteten Whisky in die Ascheglut, sodass stänig ein Brandgeruch über ihnen hing. Sie kauften sich protzige Villen, die sie nicht bezahlen konnten. Manch einer malte in verrücktem Herbstlicht riesige Kohlebilder mit einem Bunsenbrenner. In den Museen schrieen sich die Bilder an.
Ganze Städte, ja sogar einzelne Dörfer waren davon betroffen.
Ja, leider nur die Lyrikbände unseres Dichters gammelten in einem vereinsamten Antiquariat vor sich hin. Er hatte sich in seinem Dichterzimmerchen eingeschlossen und nichts von der Epiphanie der Menschen um ihn mitbekommen. Einsam kippte er seinen Rotwein in sich hinein.
Die Menschen wankten wie verstrahlte Tschernobyl-Rinder durch die Gegend. Ein Leuchten hing über ihren Hirnen, als ob sie eine Grubenlampe vor sich hertrügen. Sie kippten Heroin in den Tee. Ritzten ihre Füsse. Brannten mit ihren Zigaretten Löcher in Autoreifen. Schütteten Whisky in die Ascheglut, sodass stänig ein Brandgeruch über ihnen hing. Sie kauften sich protzige Villen, die sie nicht bezahlen konnten. Manch einer malte in verrücktem Herbstlicht riesige Kohlebilder mit einem Bunsenbrenner. In den Museen schrieen sich die Bilder an.
Ganze Städte, ja sogar einzelne Dörfer waren davon betroffen.
Ja, leider nur die Lyrikbände unseres Dichters gammelten in einem vereinsamten Antiquariat vor sich hin. Er hatte sich in seinem Dichterzimmerchen eingeschlossen und nichts von der Epiphanie der Menschen um ihn mitbekommen. Einsam kippte er seinen Rotwein in sich hinein.