Minigolf
Verfasst: 18.03.2008, 23:42
"Tu nicht immer so, als würde es dir körperliche Schmerzen bereiten, dich hier aufzuhalten."
Sie rührte in ihrem Milchkaffee und sah ihn an. "So schlimm ist es hier nicht."
Die Sonne stand tief. Es war noch früh im Jahr. Die Strahlen wärmten kaum, sie blendeten nur. Passend dazu, wie sie sich gerade fühlte.
"Ich habe körperliche Schmerzen. Das hier ist die Pfalz!" sagte er und lächelte sie dabei frech an.
Sie musste lachen und rührte weiter in ihrem Kaffee. "Du wieder, ey!"
Sie sahen sich nicht oft. In dem Jahr, das sie sich jetzt kannten, haben sie sich erst drei Mal besucht. Und jedes Mal landeten sie im Bett. Jedesmal, bis auf dieses, hatte sie sich geschworen. Ganz sicher. Zuviel ist passiert. Zuwenig konnte sie verzeihen. Und doch freute sie sich, dass er wieder da war.
Sie verstand sich ja selbst nicht.
"Und wie lange bleibst du?"
Sie hoffte, er bleibt über Nacht. Sie hatte ihm gesagt, dass sie nicht mehr mit ihm schlafen würde, aber er würde trotzdem davon ausgehen. Die Abfuhr würde besser wirken, wenn er bliebe.
Außerdem war es schön, seine Wärme neben sich zu spüren. Wenn er schlief konnte sie sich ganz aus Versehen näher an ihn ran legen. Sie würde eh nicht viel schlafen können.
Er sah über den Marktplatz. Er sah sie nicht an, als er sagte: "Heut abend fahr ich wieder. Um 10 morgen früh muss ich bei Katja sein. Und vorher muss ich noch einkaufen, sonst hab ich nix fürs Frühstück."
"Sag ihr, du kannst nicht."
Er lächelte. "Du weißt, dass ich Verabredungen einhalte."
Sie rührte weiter und lächelte zurück. "Frühstück kriegst du auch bei mir!"
Ob er merkte, wie aufgewühlt sie innerlich war? Wieviel verrieten ihre Augen? Wie gut kannte er sie?
Er antwortete nicht und guckte wieder über den Parkplatz. Ob er auch nervös war? Er nippte an seiner Cola. Was steckte nur hinter diesem unschuldigen Lächeln?
"Meine Mutter kocht heut abend. Sie würde sich freuen, wenn du bleibst, das weißt du. Und dir schmeckt es doch auch immer!"
Er guckte ihr in die Augen. Dann sagte er: "Du willst mich ja bloß poppen!" und musste lachen.
Ja, oh gott ja! Innerlich schrie es fast in ihr. Stattdessen zwinkerte sie ihn an und sagte "Keinen Sex heute, das weißt du!"
"Soso." Er trank wieder an seiner Cola. Sie am Kaffee. Er war fast kalt mittlerweile. Sie fröstelte.
"Jawohl! Glaubst mir wieder nicht, gell?"
Oh Gott, das war anstrengend. Sie hoffte immer noch, er würde nichts merken. Was war nur los mit ihr? Das ist doch alles Vergangenheit! Scheiß Smalltalk.
"Wir werden sehen." Er grinste süffisant.
Dieses Grinsen! Seine Selbstsicherheit gab ihr Kraft. Sie nahm sich noch fester vor, nicht mit ihm zu schlafen. Der wird Augen machen! Sie stellte sich sein Gesicht vor, wenn sie ihn abblitzen ließ.
Je fester der Entschluss in ihr reifte, desto aufgeregter und fröhlicher wurde sie. Ihre gute Laune kam auch innerlich zurück.
Sie trank den Kaffee aus.
"Hopp los, du schuldest mir noch eine Minigolf-Revanche!"
Als er abends fuhr, fühlte sie noch immer seine Wärme. Das nächste Mal würde sie nicht mit ihm schlafen. Ganz sicher...
Sie rührte in ihrem Milchkaffee und sah ihn an. "So schlimm ist es hier nicht."
Die Sonne stand tief. Es war noch früh im Jahr. Die Strahlen wärmten kaum, sie blendeten nur. Passend dazu, wie sie sich gerade fühlte.
"Ich habe körperliche Schmerzen. Das hier ist die Pfalz!" sagte er und lächelte sie dabei frech an.
Sie musste lachen und rührte weiter in ihrem Kaffee. "Du wieder, ey!"
Sie sahen sich nicht oft. In dem Jahr, das sie sich jetzt kannten, haben sie sich erst drei Mal besucht. Und jedes Mal landeten sie im Bett. Jedesmal, bis auf dieses, hatte sie sich geschworen. Ganz sicher. Zuviel ist passiert. Zuwenig konnte sie verzeihen. Und doch freute sie sich, dass er wieder da war.
Sie verstand sich ja selbst nicht.
"Und wie lange bleibst du?"
Sie hoffte, er bleibt über Nacht. Sie hatte ihm gesagt, dass sie nicht mehr mit ihm schlafen würde, aber er würde trotzdem davon ausgehen. Die Abfuhr würde besser wirken, wenn er bliebe.
Außerdem war es schön, seine Wärme neben sich zu spüren. Wenn er schlief konnte sie sich ganz aus Versehen näher an ihn ran legen. Sie würde eh nicht viel schlafen können.
Er sah über den Marktplatz. Er sah sie nicht an, als er sagte: "Heut abend fahr ich wieder. Um 10 morgen früh muss ich bei Katja sein. Und vorher muss ich noch einkaufen, sonst hab ich nix fürs Frühstück."
"Sag ihr, du kannst nicht."
Er lächelte. "Du weißt, dass ich Verabredungen einhalte."
Sie rührte weiter und lächelte zurück. "Frühstück kriegst du auch bei mir!"
Ob er merkte, wie aufgewühlt sie innerlich war? Wieviel verrieten ihre Augen? Wie gut kannte er sie?
Er antwortete nicht und guckte wieder über den Parkplatz. Ob er auch nervös war? Er nippte an seiner Cola. Was steckte nur hinter diesem unschuldigen Lächeln?
"Meine Mutter kocht heut abend. Sie würde sich freuen, wenn du bleibst, das weißt du. Und dir schmeckt es doch auch immer!"
Er guckte ihr in die Augen. Dann sagte er: "Du willst mich ja bloß poppen!" und musste lachen.
Ja, oh gott ja! Innerlich schrie es fast in ihr. Stattdessen zwinkerte sie ihn an und sagte "Keinen Sex heute, das weißt du!"
"Soso." Er trank wieder an seiner Cola. Sie am Kaffee. Er war fast kalt mittlerweile. Sie fröstelte.
"Jawohl! Glaubst mir wieder nicht, gell?"
Oh Gott, das war anstrengend. Sie hoffte immer noch, er würde nichts merken. Was war nur los mit ihr? Das ist doch alles Vergangenheit! Scheiß Smalltalk.
"Wir werden sehen." Er grinste süffisant.
Dieses Grinsen! Seine Selbstsicherheit gab ihr Kraft. Sie nahm sich noch fester vor, nicht mit ihm zu schlafen. Der wird Augen machen! Sie stellte sich sein Gesicht vor, wenn sie ihn abblitzen ließ.
Je fester der Entschluss in ihr reifte, desto aufgeregter und fröhlicher wurde sie. Ihre gute Laune kam auch innerlich zurück.
Sie trank den Kaffee aus.
"Hopp los, du schuldest mir noch eine Minigolf-Revanche!"
Als er abends fuhr, fühlte sie noch immer seine Wärme. Das nächste Mal würde sie nicht mit ihm schlafen. Ganz sicher...