Eine Maus

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DerBaum
Klio
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Eine Maus

Beitragvon DerBaum » 22.03.2008, 21:34

aus irgendeinem grunde war es still, viel zu still, als wären die menschen ausgegangen, komisch genug dass ich sie menschen nenne, wir mäuse nennen alles andere lieber gar nicht weil wir angst haben von ihnen gefressen zu werden.
natürlich war es um ein tausendfaches schöner ungestört durch eine wohnung zu schleichen.
ich suchte nichts zu essen, nein, ich hatte genug gegessen
und auch die vorratskammer war gut gefüllt.
ich machte mich auf entdeckungsreise und wie ich so schaue und gucke,
bemerke ich plötzlich eine tageszeitung.
ich denke, okay vielleicht ist es nicht die neuste und es ist
vollkommen gleichgültig ob es die neuste ist, denn ich kann
sowieso nicht lesen, will es auch gar nicht, alleine die vorstellung
dass ich lesen möchte, lächerlich.
aber rascheln, rascheln kann man mit so einer zeitung, rascheln
und sich hin und her bewegen.
plötzlich und das wirklich ein bisschen komisch, hebt jemand diese
zeitung hoch und wie seltsam das war, so ein erleichtertes gesicht
habe ich ja noch nie gesehen.
Wenn jemand auf der Stelle tritt und tut dabei niemanden weh, das ist ein schlechter Dichter

KaRe
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Re: Eine Maus

Beitragvon KaRe » 25.03.2008, 19:32

Hey Hilbi,
ich finde deinen Text total witzig.


Hier die Kurzgeschichte aus der anderen Perspektive im Originalton vom 08.01.1992:

Allein zu Haus
Meine Eltern wollten ins Ballhaus fahren und Mama hatte mich gefragt, ob ich alleine bleiben wollte, und da sagte ich natürlich „Ja“, weil ich gern alleine zu Hause bleibe. Da kann ich nämlich so lange aufbleiben, wie ich will.
Papa und Mama waren schon weg, ich habe mich auf das Wohnzimmersofa gesetzt und Fernsehen geguckt.
Auf einmal war ich so müde, dass ich mich hinlegte. Meine Augen fielen zu. Nach ein paar Minuten wachte ich auf von einem Rascheln. Ich dachte, da käme die Nachbarin herein, aber die hatte ja nicht den Schlüssel. Um mich umzusehen, hatte ich zuviel Angst. Da kam nämlich schon wieder das Rascheln. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und ging dem Rascheln nach. Ein Apfel lag in der Küche auf dem Boden und eine Zeitung in der Ecke, wo ein Mauseloch war. Da hob ich mit zitternden Händen, vor Angst, die Zeitung hoch und darunter stand eine kleine Maus. Sie lief schnell in ihr Mauseloch zurück und ich war ganz schön erleichtert, dass es nur eine Maus war. In dem Gedanken hörte ich auch schon an der Wohnungstür einen Schlüssel umdrehen, und ich lief zur Tür. Da kam Mama und Papa. Sie fragten, warum ich so lange aufgeblieben bin und ich erzählte.
es wäre gar nicht so schön ohne mäntelchen, wenn man keines hätte

[) i r k
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Re: Eine Maus

Beitragvon [) i r k » 25.03.2008, 20:45

Das ist wirklich lustig...

Und damit wäre die Frage von Edekire...
ich habe gerade darüber nachgedacht was es heute bringt so etwas noch einmal zu lesen und ob es sinnvoll ist es zu posten.

... schon beantwortet. Zumindest ein stückweit. ;-)

Grüßle.
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)


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